Medienkompetenz

girlsday 3Medienkompetenz heißt die Fähigkeit zum bewussten und aktiven Umgang mit den elektronischen Medien, also mit dem Radio, dem Fernseher und auch dem Computer.

Medienkompetenz wird verwendet als medienpädagogische Zielvorstellung, die vorsieht, dass Kinder und Jugendliche sich Fertigkeiten aneignen, um kompetent mit Medien umgehen zu können.

Medienkompetenz meint kein bloßes Faktenwissen, Medienkompetenz beinhaltet die autonome Fähigkeit, mit Wissen kritisch umzugehen, es anzuwenden und zu interpretieren.

Medienkompetenz kann sowohl durch rezeptive als auch durch aktive Medienarbeit erlangt werden. Es wird ein souveräner Umgang mit den Medien angestrebt, die Förderung von Kritikfähigkeit und Kreativität und die Persönlichkeitsbildung.

Medienkompetenz ist ein Prozess und deshalb sind Projekte die beste Möglichkeit, Medienkompetenz zu erwerben. Dieter Baacke (1999) beschreibt vier Dimensionen von Medienkompetenz. Die vier Dimensionen sind Medienkritik, Medienkunde, Mediennutzung und Mediengestaltung. Medienkritik bedeutet, dass gesellschaftliche Prozesse erfaßt und analysiert werden können und jeder Mensch sollte fähig sein, das analytische Wissen auf sich und sein Handeln anwenden zu können. Die ethische Dimension der Medienkritik umfaßt die soziale Verantwortung.

Die Medienkunde umfaßt die informative Dimension, die des Wissens über die Mediensysteme und die instrumentell-qualifikatorische Dimension, die Fähigkeit, die Geräte bedienen zu können. Medienkritik und Medienkunde sind vermittelnde Dimensionen.

Die Mediennutzung hat auch Genußcharakter. Durch rezeptive Mediennutzung wird Betroffenheit erlebt, aber auch die Machart, die Tricks und ästhetische Gestaltung werden durchschaut.

Die Mediengestaltung ist zu verstehen als das praktische Arbeiten mit den Medien. Mediennutzung und Mediengestaltung sind handelnde Dimensionen.